Im Rahmen mehrerer Grabungskampagnen des Ägyptischen Museum Berlin unter der Leitung von Hr. Prof. Dr. Wildung und Fr. Dr. K. Kröper hat die TrigonArt die im sudanesischen Naga gelegene Harthorkapelle und die umliegenden Fragmente dreidimensional gescannt und einer 3D-Bestandsdokumentation unterzogen.
Das Ziel unseres Auftrages bestand in der vollständigen dreidimensionalen Vermessung der Harthorkapelle inklusive aller sich im Versturz befindlichen Fragmente, um den beteiligten Archäologen eine vollständige 3D-Dokumentation in Form von Plänen und Messbildern übergeben zu können. Der Grund für diese umfangreichen Dokumentationsarbeiten lag dabei nicht nur in der Archivierung der freigelegten Bauteile für die beteiligten Archäologen sondern auch um die anschließend geplanten 3D-Sicherungs- und Rekonstruktionsmaßnahmen der vom Verfall bedrohten Harthorkapelle vorzubereiten.
3D-Modell mit synthetischer Textur und virtuell rekonstruierte Bereiche der Hathorkapelle
Nach dem vollständigen 3D-Scan aller Bauteile und der Erstellung von 3D-Modellen durch die TrigonArt wurden zunächst entsprechende Mess- und Orthobilder aller Innen- und Außenansichten, einzelner Bauteile, sowie Grundrisse den beteiligten Archäologen, Architekten und Restauratoren zur Verfügung gestellt. Mit Hilfe dieser maßstabsgetreuen Grafiken versuchten die Wissenschaftler anschließend die herumliegenden Fragmente aus dem Versturz mit dem Gebäude auf dem Papier wieder zu verbinden. Nach Abschluss der wissenschaftlichen Auswertung setzten wir die Ergebnis der Archäologen in Form einer virtuellen Rekonstruktion im 3D-Gesamtmodell der Hathorkapelle um.
Für die Ausstellung Königsstadt Naga wurde abschließend noch eine informierende Animationen, mit dem Ziel die wissenschaftlichen Arbeiten an der Hathorkapelle den Besuchern vorzustellen, erstellt. Desweiteren wurde für die Ausstellung im Kunstforum der Berliner Volksbank ein physisches Modell der Hathorkapelle im Maßstab 1:10 präsentiert, das mit Hilfe eines 3D-Druckers hergestellt wurde.