Prosopagnostisches Netz

Prof. Dr. Raimund Kummer

3D Datenerstellung der Skulptur „Prosopagnostisches Netz“

In Vorbereitung für die Fertigung der 6m hohen Skulptur „Prosopagnostisches Netz“ des Künstlers Raimund Kummer führte das Team der TrigonArt im Jahr 2011 einen 3D-Scan des gläsernen Urmodells durch und bereitete die 3D-Daten für den nachfolgenden Fertigungsprozess auf.

 

Das Ziel unseres Auftrages bestand in der Durchführung eines 3D-Scans und der Erstellung eines 3D-Datensatzes des Urmodells, auf Basis dessen eine Statikberechnung erfolgte und der nachfolgende Fertigungsprozess geplant und durchgeführt werden konnte.

 

Skulptur Prosopagnostisches Netz

Der in Berlin lebenden und an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig lehrenden Prof. Dr. Kummer entwarf für den Innenhof des Verwaltungsgebäudes der VGH Versicherungen in Hannover eine 6m hohe und aus Glasfaser bestehende rosafarbene Skulptur in Form eines überdimensionalen Glasnetzes, das bewusst einen künstlerischen Farbakzent in die geradlinige Architektur des Gebäudeemsemples setzen sollte.

 

Zunächst lies der Künstler ein ca. 40 cm hohes Urmodell aus Glaß nach seinen Vorstellungen in Italien fertigen. Im Anschluss beauftragte er die TrigonArt mit der 3D-Vermessung dieses gläsernen Urmodells. Für den 3D-Scan verwendeten wir einen hochmodernen Streifenlichtscanner, der sich hervorragend für die 3D-Vermessung von kleinen und mitttelgroßen Objekten im Nahbereich eignet. Im Anschluss an die 3D-Digitalisierung des Urmodells erstellten wir aus den Einzelscans ein 3D-Modell, sowie eine umfangreiche 2D-Dokumentation. In Absprache mit dem Künstler wurden noch einige künstlerische Änderungen und Anpassen an diesem 3D-Modell vorgenommen. Auch hinsichtlich der Erfüllung statischer Voraussetzungen für die Herstellung der 6m hohen Skulptur mussten einige digitale Modellierarbeiten durchgeführt werden. Nachdem das virtuelle 3D-Modell den Vorstellungen des Künstlers entsprach, erstellten wir einen mehrteiligen Fertigungsdatensatz, um das überarbeitete Modell mit Hilfe eines 3D-Drucker zu plotten. Dieser ca. 60 cm hohe technische Prototyp aus Kunststoff diente in erster Linie als Aufbauhilfe im späteren Fertigungsprozess. Im Anschluss begann das Team der TrigonArt mit den Berechnungen für den eigentlichen Fertigungsprozess. Das 3D-Modell wurde „in Scheiben geschnitten“ und als Druckvorlage ausgegeben. Diese Vorlagen wurden im Anschluss von der Firma Sculpture Berlin 2D-ausgedruckt, in Styrodorblöcke umgesetzt und dann übereinander gelegt und miteinander verklebt. Dieses treppenartige Grundgerüst würde anschließend von Hand geschliffen, mit Glaßfaser ummantelt, poliert und abschließend lackiert.

Transport der Skulptur von Berlin nach Hannover

Für den sicheren Transport plante das Team der TrigonArt, auf Basis der 3D-Daten, noch eine individuelle Stützkonstruktion, so dass die 6m hohe Skulptur unbeschädigt von Berlin nach Hannover gebracht werden konnte.

 


3D-Vermessung

  • 3D-Scan des Urmodells

Dokumentation

  • 3D-Modell, Mess- & Orthobilder

Analyse

  • Schnittebenen, Fertigungsdatensatz, Transportkonstruktion

Fertigung

  • 3D-Druck des Prototyps, Modellbau der Skulptur

 

Beteiligte Personen und Institutionen

Prof. Dr. Raimund Kummer

Weiterführende Links

Tagesspiegel

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