Streifenlichtscanning

Bei dem von der TrigonArt eingesetzte 3D-Lichtschittscanner mit codiertem Lichtansatz handelt es sich um System mit dem Tiefenauflösungen und Messgenauigkeiten um 0,05 mm erreicht werden können. Um diese Genauigkeiten zu erreichen greifen verschiedene Messprinzipien und Algorithmen wie das Triangulationsverfahren, das Lichtschnittverfahren, der codierte Lichtansatz, sowie das Phasenshiftverfahren ineinander.

Triangulationsverfahren

Bei dem aktiven Triangulationsverfahren stellen ein Projektor, ein durch den projizierten Lichtstrahl beleuchteter Oberflächenpunkt des Messobjekts und eine Kamera ein Dreieck dar. Projektor und Kamera bilden die Basis des Dreiecks. Kennt man die Basislänge und die Winkel zwischen den Lichtstrahlen und der Basis, kann man den Ort des Schnittpunktes in Bezug zur Basis berechnen.

 

Lichtschnittverfahren

Beim Lichtschnittverfahren wird ein ebenes Lichtbündel auf das zu messende Objekt projiziert. Dieses Lichtbündel erzeugt eine helle Linie auf dem Objekt. Aus der Blickrichtung des Projektors ist diese Linie exakt gerade. Aus der seitlichen Sicht der Video-Kamera sieht sie man nach dem Prinzip des stereoskopischen Sehens durch die Objektgeometrie deformiert. Die Abweichung von der Geradheit im Kamerabild ist ein Maß für die Objekthöhe.

 

codierter Lichtansatz

Codierter Lichtansatz: Projiziert man gleichzeitig viele parallele Linien, also ein Liniengitter, so wirkt jede Hell-Dunkel-Kante wie ein Lichtschnitt. Bei jedem Bild werden die Projektionslinien individuell hell oder dunkel geschaltet, so dass die Hell-Dunkel-Folge für jede Linie eindeutig ist. Betrachtet man ein einzelnes Bildelement in der Kamera, so “sieht” dieses Bildelement eine eindeutige Hell-Dunkel-Folge, die sich über eine Tabelle eindeutig genau derjenigen Projektionslinie zuordnen lässt, die das Oberflächenelement beleuchtete.

Phasenschiftverfahren

Phasenshiftverfahren: Bei kleinen Höhenänderungen verschiebt sich eine Hell-Dunkel-Kante im Kamerabild nur um Bruchteile einer Gitterperiode. Weist das Projektionsgitter eine sinusförmige Helligkeitsmodulation auf, so signalisiert ein Bildelement in der Kamera eine sinusförmige Änderung. Verschiebt man das Projektionsgitter im Projektor um eine Viertelperiode, so wird das Bildelement nun eine kosinusförmige Abhängigkeit von der Objekthöhe ausgeben. Der Quotient aus beiden Signalen entspricht somit dem Tangens der durch die Höhenänderung bewirkten Verschiebung. Mit einer Tabellenoperation kann daraus der Arkustangens gebildet werden. Dieser stellt als Winkel- bzw. Phaseninformation die Verschiebung in Bruchteilen der Gitterperiode dar.

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